Schreiben über das Schreiben

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Diese Homepage ist der Kulturtechnik Schreiben gewidmet. In unterschiedlichen Veranstaltungen und Diskussionszusammenhängen geht die Nachwuchsforschergruppe des Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrums (IMZ) dem Schreiben in seinen vielfältigen Manifestationsformen und medienhistorischen Kontexten nach. Die hier zusammengestellten Texte sind Ausdruck dieses anhaltenden Interesses. Versammelt werden insbesondere Texte von (Nachwuchs-)Wissenschaftler und Studenten, die im Umfeld von Workshops bzw. Seminaren zu diesem Themengebiet an der Universität Erlangen-Nürnberg entstanden sind und die ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Phänomen Schreiben werfen.

Was die jeweiligen Texte und Verweise trotz aller unterschiedlicher Herangehensweisen gemeinsam haben, ist die Frage nach den Konsequenzen von Schreibpraktiken für das jeweilige kulturelle Selbstverständnis. Damit kommt, explizit oder implizit, immer auch eine zentrale medientheoretische These in den Blick, die sich mindestens bis zu Friedrich Nietzsche zurückverfolgen lässt. 1882 schrieb Nietzsche auf einer speziell für ihn angefertigten Schreibmaschine in Großbuchstaben: „UNSERE SCHREIBWERKZEUG ARBEITET MIT AN UNSEREN GEDANKEN“. Diese durchaus kühne Behauptung wird in den hier zur Verfügung gestellter Texte anhand unterschiedlicher „Schreibszenen“ (Rüdiger Campe) kritisch geprüft, konkretisiert und variiert. Damit wollen wir dazu beitragen, das transmediale Phänomen Schreiben interdisziplinär beschreibbar zu machen als Kulturtechnik, die erst Kontur gewinnt im Kontext je spezifischer medialer Kontexte.